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Presse

 

 

Pressemitteilung
(November 2005)

Ton Mars, GLOBAL PLAYER



Als Global Player kann der niederländische Künstler wahrlich gesehen werden. In Dortmund nicht unbekannt ist u.a. sein Ausstellungsprojekt "Weltensammler", welches 2001 im Museum am Ostwall präsentiert wurde. Das Sammeln des Zahlworts EINS in allen Sprachen der Welt war- und ist bei diesem Projekt Ausgangspunkt für das Schaffen von Bildern, sozusagen das poetisch, bildnerische Material. Die neuen Arbeiten in der Ausstellung schaffen Beziehungen zwischen den Kontinenten: "Device Expansion, African View - to the East", ...to the North", ... to the South", sind Titel dieser Werke. Auch eine 14tlg. Arbeit mit dem Titel: "Eurasia View - to the East" widmet sich diesem Thema. 6 große, neue Zeichnungen mit den Titeln "Nine Chapter" schlagen im wahrsten Sinne des Wortes ein weiteres, neues Kapitel auf. Die sehr umfangreiche Ausstellung umfasst ca. 35 Exponate aus verschiedenen Schaffensperioden.

Zur Ausstellung erscheint die Global Player Edition in einer Auflage von 101 Exemplaren.

Ausstellungsdauer: verlängert bis zum 26. Februar 2006

Öffnungszeiten: Di - Fr 12 - 19 Uhr, Sa 11 - 16 Uhr, u. n. Vereinbarung

ArtOffice - ArtLab
Galerie J. Friedrich
Kaiserstr. 61
D-44135 Dortmund
T +49 (0)231 - 7212176
info@galeriefriedrich.de


Pressemitteilung
(September 2005)


6 Positionen

6 Positionen zeigt die neue Ausstellung- und damit präsentiert Jürgen Friedrich Arbeiten von 6 Künstlern/in, die in den letzten 15 Jahren fast alle schon mit Einzelausstellungen von ihm vorgestellt worden sind. Fokussiert sind nun jeweils Werke von: Anna + Bernhard Blume, Tony Clark, Axel Heibel, Erwin Heerich, Tomas Riehle und Michel Sauer. Die an sich heterogenen Arbeiten versprechen in der großzügigen Räumlichkeit gleichermaßen Entdeckungen und wieder Begegnungen mit alten Bekannten…..

Wir zeigen die Ausstellung bis zum 12. November 2005.


Pressemitteilung
(Februar 2005)

Dresdner Bank AG präsentiert Arbeiten von Günter Grass

Papierarbeiten und Skulpturen in Dortmund zu besichtigen

Dortmund. Die Dresdner Bank in Dortmund zeigt ab dem 23. Februar Arbeiten auf Papier und Skulpturen von Günter Grass. Noch bis zum 23. März können Kunden und alle Interessierten eine Auswahl von Werken des Künstlers und Literaturnobelpreisträgers besichtigen, die im Zusammenhang mit der Uraufführung der Oper "Das Treffen in Telgte" nach der gleichnamigen Erzählung von Grass am 06. März im Dortmunder Opernhaus präsentiert wird. Die exklusive Werkschau wurde mit Unterstützung des Dortmunder ArtOffice - ArtLab J. Friedrich realisiert.

"Wir freuen uns sehr, mit den bildnerischen Arbeiten von Günter Grass eine weitere Seite des Literaten zeigen zu können. Für uns ist die Ausstellung zudem ein Beitrag zum Kulturangebot in Dortmund, den wir gerne leisten und, der die Kulturreihe um Günter Grass in Dortmund perfekt ergänzt", erläutert Klaus Bongardt, Mitglied der Geschäftsleitung Private und Business Banking der Dresdner Bank Region Ruhr und Westfalen.

Die Ausstellung umfasst eine Auswahl an Lithographien, Radierungen und Plastiken aus der Zeit von 1979 bis 2002, die teilweise im Zusammenhang mit der Oper "Das Treffen in Telgte" stehen. Darüber hinaus werden selten gezeigte Aquarelle des Künstlers zu sehen sein, die Einblick in das vielfältige Oeuvre von Günter Grass gewähren. Die "Arbeiten auf Papier und Skulpturen" von Günter Grass sind während der Öffnungszeiten der Dresdner Bank AG, Kampstraße 47, im 3. Obergeschoss - montags bis mittwochs und freitags von 10.00 bis 16.00 Uhr, donnerstags von 10.00 bis 18.00 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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Pressemitteilung
(September 2003)


Ausstellungsreihe My Choice
Gastkuratorin Christine Mielitz
Alfred Hrdlicka - Der Schubert - Zyklus
Ausstellung bis zum 1. November 2003

"kunstbetrachtenbetrachten" mit Gastkurator Rainer Wanzelius, "Blume, Kippenberger, Tadeusz, kuratiert von Jörg Stüdemann und jetzt "Alfred Hrdlicka" vorgestellt von Christine Mielitz. Die Gäste unserer Ausstellungsreihe "My Choice" zeigen sehr interessante, heterogene Positionen auf hohem Niveau. Es kommt sicher nicht von ungefähr, dass die diesjährige Gastkuratorin, im Hauptberuf Dortmunder Operndirektorin, den großen Österreicher Alfred Hrdlicka präsentiert. Der Maler und Bildhauer, hat als Gestalter mächtiger, figuraler Skulpturen auch eine beeindruckende Liste von Bühnenbildern geschaffen: Erinnert sei an Luigi Nonos "Intolleranza", 1992 in Stuttgart, oder in jüngster Zeit an den vielbeachteten "Ring" 2001 im Staatstheater Meiningen und "Der König Kandaules" 2002 im Rahmen der Salzburger Festspiele, beide von Christine Mielitz inszeniert. Hrdlicka ist ein Künstler, der provoziert. Provokativ ist nicht die Ausführung sondern die thematische Bindung der Werke. Er ist Hand-werker, im besten Sinne des Wortes. Seine Kunst ist literarisch gebunden, erzählend, denn sie will aussagen. Kunst ist ein Vehikel, nicht nur für Ästhetik, sondern auch für Gesellschaft und Politik. In der Galerie zeigen wir den Schubert - Zyklus des Künstlers, mit kleinen Bronze-Plastiken und Zeichnungen: Insgesamt 25 Exponate, ein großer Teil aus dem persönlichen Besitz des Künstlers kommend- und selten ausgestellt! Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen mit einem Text von Christine Mielitz und Ingo Bartsch.

 
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My Choice

Gastkurator Jörg Stüdemann

Anna + Bernhard Blume

Martin Kippenberger

Norbert Tadeusz

Ausstellung: 28.9. bis 18.1.2003

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A.+ B. Blume - Kippenberger - Tadeusz

....geboren in Dortmund

Vieles ist und bleibt, das walte Fluxus, Zufall: Drei Künstler werden hier in Dortmund 1937, 1953, und 1940 geboren und entwickeln sich zu Figuren von Weltgeltung im Kunstbetrieb. Dies allerdings trotzdem sie hier geboren wurden, denn eine der wenigen Gemeinsamkeiten bildet gerade das Sich-Entfernen von dieser Herkunftsstelle.

Für die Qualitätsstufen der langsam sichtbar werdenen Kunst sagt das in der Regel nichts, aber auch gar nichts aus, ist als beeinflussender Faktor kaum quantifizierbar. Viele kreative Geister beispielsweise, mit dem Stipendium der Villa Massimo vor Ort, also in Rom, ausgezeichnet, widererstanden dem übermächtigen Druck der römischen Antike, der sie dort auf Schritt und Tritt begegneten und in der Isolation der Institution regelrecht ausgeliefert schienen.

Unbelastet mithin von den strukturellen Stereotypen "Kohle/Stahl" der Region Ruhrgebiet, ging es dennoch um existenzielle Frage des Menschen schlechthin, bei aller Verschiedenheit der Auffassung, wie diese mit Kunstmitteln dargestellt werden könnten.

Also lassen wir diese Konzeptionen aufeinanderprallen, wagen die Beschleunigung im atomaren Magnetring. Mal sehen, welche Partikel sich energetisch zu neuen Elementen formieren. Denn um Energie - wieder ein verbindenes Moment - dreht sich bei den Entwürfen der Dortmunder vieles, bei Anna und Bernhard Blume im Wortsinne.

Vasen, Geschirr und ganze Möbelstücke fliegen durch die Luft bei der "Vasenextase". Die banalen Gegenstände scheinen außer Kontrolle zu geraten, unterliegen Kräften, von denen wir sonst nicht wahrzunehmen vermögen. Bazon Brock spricht von "animistischer Beseelung der profanen, alltäglichen Konsumgüter durch ihre Nutzer. Animismus schreibt den toten Objekten selber Kräfte zu, die eigentlich erst und nur lebende Menschen haben. (...). Blume zeichnet derartige Konsumgüter in dezidierter Ausformung als Totems, als Amulette und Talismane. In ganzen Serien brillanter, weil hochreduktiven Zeichnungen zeigt er die Desaster, die entstehen, wenn die Animismusgläubigen mit solchen seelenbegabten Objekten konfrontiert werden, wobei auch er, wie Anna Blume, die tragischen wie komischen Züge solcher Vereinnahmungen eines Subjekts durch das agierende Objekt nahezubringen vermag. (...) Den durch Alltagsobjekte massenkultureller Produktion repräsentierten Formen gesteht er experimentell ein eigenständiges Leben als Organismen zu, um dann jene atemberaubenden Konfrontationen der eigensinnigen Objektwelt mit dem angeblich autonomen menschlichen Subjekt vorzuführen....." Die entsprechenden Fotoserien zeigen die Aktionen zwischen Mensch und Obkekten: sie sind wahrhaft komisch bis zum Grotesken.

Züge die auch bei Martin Kippenberger zu entdecken sind. Auch er untersucht die Dingwelt, etwa in endlos-unüberschaubaren Möbel-Installationen nie gesehener Material- und Formen-Kombinationen, die dennoch wiedererkennbare Relikte unseres Alltags enthalten, wenngleich ironisch gebrochen und in verblüffender Weise de-formiert/ neu-formiert ("Tisch mit Atompilzstuhl", Installation im Rahmen von "The Happy End of Franz Kafka´s Amerika, Deichtorhallen Hamburg 1999). Ein absurdes Möbelkaufhaus mit "Eier-Karusell", Familie-Hunger-Tisch" und "Eames-Schaukelstuhl". Der Lachreiz der Erkenntnis bleibt sehr schnell im Halse stecken, weil das Absurde seine realen Grundlagen offenbart: Kippenberger hält uns gnadenlos-galgenhumorig den Zeit-Spiegel unseres Tuns auf diesem Planeten vor. " In dieser heillosen Welt, in der sich Spaghettis in Japan wiederfinden und die Mutter von Beuys wieder auferstanden ist - wohlgemerkt mit den Zügen Martin Kippenbergers und dieser gleichzeitig als Inkarnation Mutter Theresas, wie er in einem Interview einmal bemerkt-, gibt es nur eine Hoffnung: immer wieder aus dem Alptraum des Alltags aufwachen...." (Veit Loers über Martin Kippenberger, 1999. Das zitierte Gemälde "Die Mutter von Beuys" befindet sich als Dauerleihgabe aus der Sammlung Schürmann im Museum am Ostwall Dortmund).

Über zum Teil alptraumhafte Verstrickungen vom Menschen und den ihn umgebenden Dingen berichtet Norbert Tadeusz gleichermaßen. In riesigen Tableaus oder vielteiligen Friesen malt Tadeusz seine Sicht der Dramatik, die er im "Welt-Theater" vorfindet. Der Maler inszeniert Menschengruppen in Innenräumen oder im Freien, die sich im Bildgeviert selbst in gleichsam gebremstem Aktionismus selbst inszenieren. An Sport-Ringen kopfüber hängend, Leitern erkletternd, sich zu Pyramiden formierend oder im gefährlichen Rennen des Sieneser "Palio" wettstreitend ("Cavalli- ein existenzielles Katastrophen-Szenario").

Schwerkraft und Perspektiven sind aufgehoben oder komplex vervielfältigt, die verwendete Koloristik zeugt von der Kenntnis der energetischen Steigerungen einer jeden Farbtheorie.

In knappen Charakteristiken wurde hier umrissen, welche Denkmuster uns in der Visualisierung erwarten, wenn sie Dortmund erreichen. Unschwer zu vermuten, dass die Funken aus philosophischem Hintersinn, ironischer Dekonstruktion und Rekonstruktion sowie existenziellen Metaphern des Lebenskampfes sich zu einem Lavastrom vereinen werden, dem wir so schnell nicht werden ausweichen können.

Dr. Ingo Bartsch, Direktor Museum am Ostwall Dortmund